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Förderung von Kleingewässerstrukturen

Wasserfrosch

Zielsetzung

Amphibien brauchen Feuchtbiotope mit wechselnden Wasserständen als Laich- und Larvenhabitat. Fischfreie Kleingewässer, die in Trockenperioden trockenfallen sind in der intensiven Agrarlandschaft selten geworden. Darum möchte das ÖKOL diese überlebenswichtigen Strukturen wieder schaffen, um Amphibien, Libellen und bestimmte Käferarten zu fördern und durch ein Kleingewässerbiotopverbundprojekt auch die genetische Ausbreitung zu sichern. Eine wichtige Zielart der Kleingewässeranlage ist der bestandsgefährdete Kammmolch (Triturus cristatus). Die Biologen des ÖKOL H. Hanella und P. Krämer haben zudem kürzlich die streng geschützte und in Norddeutschland sehr seltene FFH-Art (Anhang IV) Kleiner Wasserfrosch (Pelophylax lessonae) ganz in der Nähe gefunden, auch er könnte sich potenziell in den neu angelegten Blänken etablieren.

 

 

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Neue Gewässer an der Lethe: Auf einer Fläche von ca. 2 ha an der Lethe im Bereich Wardenburg wurden im Januar 2026 drei Blänken unterschiedlicher Größe und Tiefe durch die Firma Erdbau Kruse mit insgesamt 500 m2 angelegt. Sie sollen sporadisch trockenfallen, damit sich kein Fischbesatz etabliert und definierte abgeflachte Uferzonen und Flachwasserbereiche sowie auch höhere Pflanzen am Rand enthalten, um damit Amphibien, Libellen und anderen wassergebundenen Organismen ein optimales Habitat und Reproduktionsgewässer zu bieten. Die Fläche steht im Eigentum des Landkreises Oldenburg, wird einmal im Jahr gemäht und das Schnittgut abgefahren. U. Tröndle, Mitarbeiterin der Unteren Naturschutzbehörde, unterstützt die ökologische und biodiversitätsfördernde Verbesserung der Fläche. Die Stiftung Gewässerschutz fördert das Projekt dankenswerterweise mit einer Summe von 8.970 Euro. Das ÖKOL übernimmt die Pflege und ein langfristiges Monitoring durch die Biologen. Ziel ist, Kenntnisse über die optimale Struktur der Blänken in Bezug auf die Attraktivität für unterschiedliche Arten zu erlangen und ein größeres Kleingewässerbiotopverbundsystem an der Lethe zu realisieren. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung gefährdeter Amphibienarten, auch Wiesenvögel wie der Kiebitz profitieren von diesen Wasserstellen. Der Erfolg dieses Projekts wird durch das gemeinsame Wirken der Kooperationspartner ÖKOL, Landkreis Oldenburg, Jägerschaft und Landwirtschaft sowie die Förderung der Stiftung Gewässerschutz sichergestellt.

"Entkusselung" eines Kleingewässers: Auf einer Fläche direkt an der Lethe fanden wir in 2024 ein kleines Gewässer im Grünland. Bei einer Untersuchung auf Amphibien in 2025 stellte sich heraus, dass aufgrund der sehr starken Bestockung durch Weiden eine Eignung als Laichgewässer für Amphibien kaum noch gegeben ist. Demzufolge konnten wir auch mittels Fallen die sonst zu erwartenden Amphibienarten nicht feststellen. In 2025 konnten wir nun mit Mitteln aus dem Projekt "Umsetzung von Natur-, Arten- und Gewässerschutzmaßnahmen in ausgewählten Offenlandflächen und in den Pufferzonen der FFH- und NSG-Gebiete in den Landkreisen Ammerland und Oldenburg" eine Entkusselung durchführen, um das Gewässer wieder atraktiver für Amphibien zu machen. Das Gewässer zeichnet sich außerdem dadurch aus, dass bereits eine extensive Bewirtschaftung, teils mit Rinderbeweidung, besteht und im Gewässerverbund der Lethe Niederung liegt in dem auch der kleine Wasserfrosch vorkommt.

Weidengewaesser