ÖKOL jetzt auch aktiv im Fledermausmonitoring -LzO Stiftung Wildeshauser Geest fördert spezielle Ausrüstung-
Seit 2025 wird das ÖKOL zusätzlich zur Basisfinanzierung durch das MU für die Erstellung von „Entwicklungs- und Maßnahmenplänen (EMP) für die Gebietskulissen des ÖKOL" durch Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) aus dem Förderprogramm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ gefördert. Im Rahmen dieser Förderung sind die schutzwürdigen Arten in den Gebietskulissen flächendeckend zu ermitteln, und es ist dem ÖKOL hier möglich, Schutzmaßnahmen für gefährdete Arten im Oldenburger Land zu erarbeiten, monetär zu bewerten und schließlich auch umzusetzen.
Die faunistischen Kartierungen der Biologen und der Biologin des ÖKOL umfassten bisher Feldvögel, Amphibien und Insekten, insbesondere Wildbienen. Wir möchten das Kartierungsspektrum auf Fledermäuse erweitern, denn sie gelten als Indikatoren für die Gesundheit eines Ökosystems, da sie auf intakte Lebensräume angewiesen sind. Eine intensive Betrachtung dieser Artengruppe ist somit von essenzieller Bedeutung. Sie gelten auch als Schirmarten. Durch ihren Schutz und spezifische Förderung werden gleichzeitig viele andere Arten im selben Lebensraum gefördert. Als Insektenfresser tragen sie durch die Reduzierung von Forst- und Agrarschädlingen sowie Stechmücken zum menschlichen Wohlbefinden bei. Erste Hinweise und Funde sind uns im Projektgebiet bereits geglückt. Für den Schutz von Fledermäusen ist aber die Bestimmung der Art sowie das Auffinden von Quartieren sehr wichtig, denn Fledermausarten haben unterschiedliche Ansprüche an ihre Habitate und profitieren somit teils von unterschiedlichen Schutzmaßnahmen. Zudem hilft die Artbestimmung bei der Definition von Schwerpunkträumen für besonders gefährdete Arten. Um diese Daten zu generieren benötigen wir eine spezielle Ausrüstung, drei Elekon Batlogger S 2, 1 Elekon Batlogger M2, sowie Zubehör und Fernglas. Die LzO Stiftung Wildeshauser Geest hat uns nun dankenswerterweise einen Betrag von 4800 € für diese Geräte zur Verfügung gestellt, so dass wir noch in diesem Jahr mit dem Monitoring starten können. Auf der Grundlage der Daten sollen dann wirksame Schutzmaßnahmen wie Blühflächen für nachtaktive Insekten, der Verzicht auf Insektizide sowie der Erhalt und die Anlage von Hecken (typische Fledermaushabitate) zielgerichtet für die unterschiedlichen Fledermausarten umgesetzt werden.
Der Fledermausschutz ist ein konkreter Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in der Region. Wir werden über interessante Funde weiterhin regelmäßig an dieser Stelle berichten.




